Burgenlands Best

European Street Food Festival

Israeli Food

Jede Kultur definiert sich auch über ihr Essen. Um den Menschen diese unterschiedlichen Essenskulturen an einem Platz näher zu bringen hat man das European Street Food Festival konzipiert. Wie eine wandelnde Genusskarawane zieht es durch österreichische Städte und bringt die unterschiedlichsten Street Foods der Welt mit. Internationale aber auch regionale Standbetreiber zeigen dabei ihr Können und obwohl es mit „european“ angekündigt wird, ist es in Wirklichkeit „worldwide“. Das Festival nahm seinen dreitägigen Anfang in Wiener Neustadt in der Arena Nova.

„European“ ist regional

Burgenland rules! Man erlebt einige Überaschungen beim Besuch des Festivals. Eine davon ist, dass es auch eine Handvoll lässiger, regionaler, österreichischer Standler geschafft haben, mit viel Kreativität aus dem Angebot hervorzustechen. Die BurgenländerInnen, zu denen ich mich auch zähle mit Verlaub, glänzen mit Steppenrind  vom Neusiedlersee und Mangalitzafleisch, eingefangen in einem leckeren Burger. Ganz frisch zubereitet vom engagierten Genusshandwerk Gartner aus der wunderschönen pannonischen Tiefebene. Gartner’s Burschen schaffen es, auch noch nach drei Tagen Festival, gutgelaunt und sexy die Burger an Mann und Frau zu bringen. Nicht nur beim Essen, sondern auch beim Trinken haben sie die ganze burgenländische  Bandbreite mitgenommen. Ganz schön regional.

The speedy potato

Alles bio in dieser wirklich witzigen fahrenden Erdäpfel. Marietta und Quinten mischen seid 2 Jahren mit ihrer Speedy Potato die Street Food Szene auf. Die Erdäpfel kommen aus Eigenanbau und wachsen in der Umgebung von Hollerbrunn. Besonders hübsch ist der Ofen, in dem sie heiß gemacht werden. Er sieht ein bisschen aus, wie das Heizwerk einer Lokomotive. Die hausgemachten Saucen sind geschmacklich sehr gut und wenn man beiden beim Arbeiten zuschaut, fällt vor allem eins auf: Alles ist mit Liebe gemacht.

Eis aus Steyr – Buburuza

Diese Eiskugeln haben es in sich. 100% natürliche Zutaten und vegane Sorten. Dabei sprachlich wunderschön betitelte Sorten wie „Erdbeere wie Damals“ oder „Nette Limette“. Man steht in einer Schlange, sieht andauernd wie Leute, die ihr Eis schon haben, genüßlich schleckend an einem vorbeischlendern und es manifiestiert sich nur ein Gedanke: Haben ich muss!!! Als ich dann endlich mein Blaumohneis mit Waldhonig auf der Zunge zergehen ließ, empfand ich ein überwältigendes „Wow-Erlebnis“. Das Warten hat sich sowas von gelohnt. Es folgte noch eine Kugel „zärtlich handgepresste Orange mit Ingwer“ – da spätestens konnte ich den Sommer schon riechen – und eine Kostprobe Erdbeere. Der Buburuza Eiswagen ist designt wie eine Kugel und die schönen Edelstahlbehälter für das Eis und die netten Stanitzelpapierhalter – damit man sich nicht pickig macht – tun ihr Übriges dazu. Im Sommer steht der Eismann Andreas Resch in der engen Gasse in Steyr. Nicht zu übersehen, da die Gasse wie gesagt eng ist und die Schlange davor ein  Durchkommen erschwert. Aber es lohnt sich in jedem Fall zu verweilen. Ach ja, der Name Buburuza wurde noch nicht hinreichend erklärt. Es ist rumänisch, heißt Marienkäfer und ist der Kosename der Tochtes des Eismannes, der hat nämlich mehrere Jahre als Sozialarbeiter in Rumänien verbracht.

Fotos: © Marybush

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