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	<title>Sommelier Archive - Genussblog Burgenland</title>
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		<title>Das Bauchgefühl vom Heimlichwirt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sigrid Weiß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 10:26:30 +0000</pubDate>
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<p>Am Kreisverkehr in Gols hat sich Peter H. Müller, ein kochender Sommelier, niedergelassen. Beim Heimlichwirt gibt es ein paar Klassiker auf der Karte und dazu ein wechselndes sechsgängiges Menü. Aus dem kann man wählen oder sich zu zweit durchkosten – nach dem Motto „Teilen &amp; Verweilen“. Das gelingt in dem gemütlichen Wirtshaus auch ziemlich gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teilen &amp; Verweilen beim Heimlichwirt</h2>



<p>Das Herzstück des Heimlichwirts ist die offene Küche im Erdgeschoss. Das macht Spaß, denn man kann Peter Müller und seinem Team beim Kochen und Anrichten zusehen.  Die Tische wirken ein bisschen wie in Omas Küche &#8211; unterschiedliches Besteck in einem nostalgischen Emailtopf. Auch der erste Stock wird bespielt, manchmal finden hier auch Weinverkostungen oder andere Treffen statt.</p>



<p>Nach einigen Jahren im Taubenkobel und den legendären Gutsbesetzungen, also Pop-up Küchen bei Winzern, serviert der gebürtige Schwabe nun hier seine aromatischen&nbsp;Gerichte. Regionale Zutaten,&nbsp;kreative Rezepte und punktgenaue Weinempfehlungen&nbsp;sind der Fokus der Küche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gastgeber, Sommelier, Koch</h2>



<p>Dass der Heimlichwirt ursprünglich Sommelier ist, spielt er fein aus: 390 Weine hat er auf der Karte, und wer nicht selbst daraus wählen will, der kann sicher sein, einen außergewöhnlichen Wein empfohlen zu bekommen. „Für den Wein schlägt mein Herz am lautesten“, sagt er selbst.</p>



<p>Die Aromen sind für den Heimlichwirt die Schnittstelle zwischen Wein und Küche. Deshalb ist auch seine Küchenlinie klar: Der Einkauf wird bei kleinen ProduzentInnen in nächster Nähe erledigt, wenn möglich in Bio-Qualität. Bei den Gerichten aber setzt er sich keine Grenzen – hier regiert die Inspiration aus seinen Wanderjahren in der Gourmetszene. Der regionale Einkauf prägt die ständig wechselnde Karte natürlich, denn die Gerichte entwickeln sich mit dem Angebot der Jahreszeiten. Und es wird wirklich alles frisch gekocht, Überschüsse fermentiert Peter H. Müller gerne. Und manchmal kreiert er auch ein Gericht, das zu einem speziellen Wein passt, verdreht die übliche Logik ein bisschen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="5563" src="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web-717x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5563" srcset="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web-717x1024.jpg 717w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web-210x300.jpg 210w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web-420x600.jpg 420w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-2-web.jpg 1000w" sizes="(max-width: 717px) 100vw, 717px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" width="681" height="1024" data-id="5558" src="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher-681x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5558" srcset="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher-681x1024.jpg 681w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher-200x300.jpg 200w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher-400x600.jpg 400w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher-399x600.jpg 399w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/web-Gestatten-Heimlich-Foto-Anna-Stoecher.jpg 898w" sizes="(max-width: 681px) 100vw, 681px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-3-web.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" data-id="5562" src="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-3-web.jpg" alt="" class="wp-image-5562" srcset="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-3-web.jpg 1000w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-3-web-300x225.jpg 300w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/heimlich-3-web-600x450.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Koch, der etwas zu erzählen hat</h2>



<p>Was er verkocht, welche Überlegung er zu einem Gericht hat, welche Einflüsse er aufgegriffen hat und welcher Wein dazu passt – das erläutert er sehr gerne im Gespräch mit den Gästen. Denn um genau das zu tun, hat er sich ein kleines Wirtshaus zugelegt. Damit auch die Emotion rund um das Essen, das Bauchgefühl, Raum hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">„Ein ehrlicher Bissen, ein aufrichtiger Schluck und wohltuende Gesellschaft. Das ist ein hohes Gut, das es schafft, selbst dem vermeintlich einfachsten Momenten Zauber einzuverleiben. Man muss es nur zulassen.“ </p>
<cite>Peter H. Müller</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Was kocht der Heimlichwirt?</h2>



<p>Sieht man sich die Lieferanten des Heimlichwirts an, dann weiß man, dass die Aromen des Seewinkels hier ihren Weg auf den Teller finden: &nbsp;Bio-Edamame von <a href="http://www.manufaba.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Manufaba</a> in Frauenkirchen, Gemüse vom <a href="https://www.stekovics.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paradeiserkaiser Erich Stekovics</a> in Frauenkirchen, Fisch aus dem Neusiedler See von der Fischerei Varga in Gols, Ziegentopfen von Monika Liehls <a href="https://www.ziegenliebe.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ziegenliebe</a> in Parndorf, Schafkäse von <a href="https://www.schafzucht-hautzinger.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hautzinger</a> in Tadten und Mangalitzaspezialitäten von Biobauer <a href="https://www.goejo.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Josef Göltl</a> in Frauenkirchen. Brot, Pesto, Senf und die Bratwurst „Theudelinde“ werden selbst gemacht. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/gessen-is-Foto-Anna-Stoecher-web.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="655" src="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/gessen-is-Foto-Anna-Stoecher-web.jpg" alt="Mittagsmenü Heimlichwirt" class="wp-image-5556" srcset="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/gessen-is-Foto-Anna-Stoecher-web.jpg 1000w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/gessen-is-Foto-Anna-Stoecher-web-300x197.jpg 300w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/gessen-is-Foto-Anna-Stoecher-web-600x393.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<p>Die Karte ist kurzgehalten, dafür wechselt sie ständig. Es gibt ein paar Klassiker, eine kalte Platte, den G.Müse Salat und die selbstgemachte Heimlich Wurst. Auf der rechten Seite findet man das sechsgängige Menü für den Abend. Davon wechselt ein Gericht wöchentlich, so dass nach das Angebot nach sechs Wochen komplett erneuert ist.</p>



<p>Im März findet man hier Pastrami vom Rind mit Wacholder-Trüffelcreme, Rettich &amp; gegrilltem Spitzkraut, gefolgt von einer leichten Sommersuppe aus Melanzani und eingelegten Paradeisern. Der gedämpfte Neusiedler See Wels wird mit Lauchbutter, gelber Bete, Topinambur und Reisstrudel kombiniert. Für die Freunde vegetarischer Küche gibt es Karfiol-Kaspressknödel mit Berglinsen-Creme, Rotkraut und confierten Schalotten. Weiter geht’s mit Schulterscherzl vom Kalb mit Miso-Hollandaise, Austernpilzen, Vogerlsalat und Umami-Karotten. Wer dann noch Platz hat, verwöhnt sich mit einem Schoko Brownie.</p>



<p>Peter H. Müllers Empfehlung ist, sich zu zweit durch das Menü zu kosten. Oder eben nach Lust und Laune zu bestellen. Die Hälfte der Speisen ist vegetarisch. Eine Weinempfehlung findet man gleich dabei. Oder man plaudert eben mit dem Heimlichwirt, was er noch in seinem Weinkeller hat. Beliebt ist auch das Mittagsmenü, das es von Dienstag bis Freitag gibt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_.jpg" alt="Rezept Hecht vom Neusiedler See Heimlichwirt" class="wp-image-5559" srcset="https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_.jpg 1000w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_-300x200.jpg 300w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_-391x260.jpg 391w, https://www.genussblog.at/wp-content/uploads/2023/03/hecht-web-cschau.at_-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Rezept vom Heimlichwirt: Gebratenes Filet vom Hecht mit Joghurtgurken &amp; Gartenkresse, Edamame &amp; Wildreis</h2>



<p>Für 4 Personen (als leichtes Hauptgericht)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zutaten </h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>4 geschröpfte Hechtfilets mit Haut (á ca. 120g)</li>



<li>2 gewaschene Salatgurken</li>



<li>2 Tassen Gartenkresse</li>



<li>250g Edamame</li>



<li>250g Griechisches Joghurt</li>



<li>je 1 gute Handvoll fein gehackter Schnittlauch, Bohnenkraut &amp; Petersilie</li>



<li>300g Wildreis</li>



<li>gewaschene Biozitrone</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Zubereitung</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gurken längs halbieren, Kerngehäuse auskratzen, fein hobeln, einsalzen &amp; 15 Min. ziehen lassen.Wasser auspressen. Gurken mit Kräutern, Joghurt &amp; Zitronenabrieb mischen. Mit Muskatnuss &amp; weißem Pfeffer abschmecken.</li>



<li>Reis &amp; Edamame nach Anleitung zubereiten. Zitrone entsaften. Den Saft sowie Gurkenwasser &amp; -innenleben einfach mitkochen.</li>



<li>Hecht auf der Hautseite bei mittlerer Hitze anbraten. Nicht wenden. Warten. Geduldig sein. Hitze langsam aufsteigen lassen.</li>



<li>Wie auf dem Foto oder ähnlich mitsamt Kresse anrichten. Euer bestes Olivenöl, Meersalz &amp; Pfeffer drüber – genießen.</li>
</ul>



<p><strong>Heimlichwirt</strong><br>Neustiftgasse 3<br>A-7122 Gols<br><a href="http://www.heimlichwirt.com/">www.heimlichwirt.com</a></p>



<p>Fotos: <a href="https://schauen.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schauen.at</a>, Anna Stöcher, Genuss Burgenland, Sigrid Weiß</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.genussblog.at/das-bauchgefuehl-vom-heimlichwirt/">Das Bauchgefühl vom Heimlichwirt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.genussblog.at">Genussblog Burgenland</a>.</p>
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