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Süßes Geschmackserlebnis: Pralinen Manufaktur Spiegel

Spiegel Pralinen

Mandel-Haselnuss, Uhudler, Nougat oder Zartbitter Preiselbeeren – in der Vitrine der Spiegel Pralinen Manufaktur ist für Jedermann etwas dabei. Die Geschwister Sandra und Edgar Spiegel versüßen mit ihren Pralinenkreationen in Bad Tatzmannsdorf ihre Gäste. Qualität, regionale Produkte und das Handwerk der Pralinenherstellung sind ihnen dabei am wichtigsten.

Edgar und Sandra Spiegel und Evelien Bosschieter, © Pralinenmanufaktur Spiegel

Edgar und Sandra Spiegel und Evelien Bosschieter, © Pralinenmanufaktur Spiegel

Alles begann vor 15 Jahren, als Sandra Spiegel gemeinsam mit ihrem Bruder Edgar Spiegel den Gasthof ihrer Mutter übernahm. In den Jahren darauf bauten sie diesen zu einem 3-Sterne Hotel mit Restaurant aus und nebenbei auch ihre Pralinen Manufaktur auf. Von nah und fern kommen die Naschkatzen, um hier bei der großen Auswahl an Pralinen und anderen Schokoladen zu gustieren.

Pralinensorten nach Jahreszeit

Es lohnt sich auf jeden Fall, öfters vorbeizuschauen. Denn das Pralinensortiment ist nicht immer gleich. Neben den Standardsorten werden die Pralinensorten den Jahreszeiten entsprechend angepasst. „Wir gehen mit der Natur“, sagt Sandra Spiegel. Die Pralinensorten richten sich immer nach dem, was gerade in der Natur wächst. So kann es im Sommer Erdbeer Pralinen, im Herbst Kastanien Pralinen, im Winter Zimt Pralinen und im Frühling Rhabarber Pralinen geben. Damit es nie langweilig wird, spielt Edgar Spiegel immer wieder mit den Rezepturen. So schmecken die Pralinen in keinem Jahr komplett gleich.

Qualität, Regionalität, Handwerk

Qualität ist das Höchste Gut im Hause Spiegel. So kontrolliert Sandra Spiegel die eingekauften Produkte ganz genau: „Für mich und meine Produkte kommt nur 100 % Qualität in Frage. Alles andere verkaufe ich nicht.“ Zum Teil kaufen sie bei ganz kleinen Lieferanten, die im Kleinen produzieren. Es wird darauf geachtet, dass der Transport nicht zu weit ist und dass die Qualität stimmt. Somit ist auch Regionalität für die Geschwister Spiegel ein wichtiges Thema. Nüsse, Früchte und andere Produkte werden aus der Region und nicht aus dem Ausland eingekauft. „Österreich ist nicht so groß, trotzdem kann man alles aus der Region beziehen – sei es der Mohn aus dem Waldviertel, Hanf oder Nüsse aus dem Mittelburgenland. Alles ist vor der Haustüre.“, freut sich Sandra Spiegel. Nur die Schokolade wächst noch nicht in Österreich. Edgar Spiegel liegt besonders das Handwerk der Pralinenkunst sehr am Herzen. Er und sein Team stellen jeden Tag hunderte Pralinen per Hand her. Nicht der Preis sondern die Qualität spornt das Team Tag für Tag an.

 

Pralinen in der Vitrine

In der Vitrine der Pralinenmanufaktur Spiegel fällt die Auswahl schwer, © Doris Jany

 

Eine der beliebtesten Praline ist die Uhudler Praline, auf dem das Logo der Spiegel Pralinenmanufaktur abgebildet ist. Gerade bei den Touristen und Kurgästen wird sie gerne als Geschenk mit nach Hause genommen. Auch die Standardpralinen wie Nüsse, Nougat oder Marzipan sind immer ein Renner. Ein Highlight des Pralinensortiments ist die Kirsch Pfefferoni Praline. Sie ist süß, jedoch im Abgang leicht scharf. Eine Kombination die man einfach kosten muss.

Pralinenherstellung ist Handwerkskunst

Es gibt immer mehr, die privat beginnen Pralinen herzustellen. Doch dieses Handwerk ist nicht einfach. Sandra Spiegel hat uns ihren Tipp verraten: „Probieren und dranbleiben, auch wenn es einmal schief geht.“ Das Handwerk der Pralinenkunst kann man halt nicht vom Internet herunterladen. Dafür muss man üben, üben, üben. Das große Geheimnis der Pralinen sind natürlich die Füllungen. Die hat uns Sandra Spiegel jedoch nicht verraten.

 

Pralinenproduktion

Pralinenproduktion ist Handwerkskunst, © Pralinenmanufaktur Spiegel

 

Sandra Spiegel hat uns noch ein paar Fragen zu ihrer Leidenschaft Praline beantwortet:

Tag für Tag kreieren Sie neue Leckereien. Haben Sie die Schokolade nicht irgendwann satt?

Schokolade habe ich nie satt. Heute haben wir zum Beispiel Schnittpralinen hergestellt. Dabei wird der Rand abgeschnitten und kann nicht mehr verwendet werden. Wir stellen ihn dann in die Küche und jeder kann sich ein Stück nehmen. Beim Vorbeigehen muss man dann einfach kosten. Süß geht halt immer.

Was macht eine Praline so besonders?

Eine Praline ist besonders, wenn sie, je nachdem was drinnen ist, auch so schmeckt. Dieser Geschmack steht aber nicht im Vordergrund, sondern verbindet sich harmonisch mit der Schokolade. Eine Praline ist eine Fülle mit einer Schokoladenhülle. Diese beiden Komponenten müssen sehr fein auf der Zunge schmelzen. Das muss sich dann richtig verbinden, wenn die Geschmacksaromen aufsteigen. Zuerst schmeckt man die Außenhülle (weil sie langsam schmilzt) und dann kommt die Fülle. Wenn sich die Aromen verbinden, kommt die Botschaft erst zum Gehirn und man merkt, was in der Praline drinnen ist. Das ist das pure Erlebnis – ich liebe es.

Macht Schokolade wirklich glücklich?

Ja, definitiv. Ich habe den glücklichsten Arbeitsplatz.

 

SPIEGEL PRALINEN GMBH
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